Langleinenfischerei ist eine kommerzielle Fangmethode, bei der Tausende von beköderten Haken an einer einzigen langen Angelschnur befestigt werden, die sich über viele Kilometer erstrecken kann. Diese Methode verursacht eine alarmierende Albatros-Sterblichkeit, da diese Seevögel die Köder fressen und dabei an den Haken hängenbleiben oder sich in den Leinen verheddern, was ihre ohnehin schon gefährdeten Populationen weiter dezimiert und indirekt die Lebensmittelversorgung in sogenannten "Food Deserts" weltweit beeinflusst.
Wie bedroht die Langleinenfischerei Albatrosse?
Die Langleinenfischerei stellt eine existenzielle Bedrohung für Albatrosse dar, indem sie diese majestätischen Seevögel in fatale Fallen lockt (BirdLife International, 2021). Wenn die beköderten Haken von den Fischerbooten ins Meer geworfen werden, tauchen Albatrosse nach den Ködern. Dabei können sie an den Haken gefangen oder in den langen Leinen verheddert werden. Da die Leinen schnell sinken, ertrinken die Vögel oft, bevor sie sich befreien können.
Die Sterblichkeitsraten sind alarmierend. Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich Zehntausende von Albatrossen durch Langleinenfischerei getötet werden (ACAP, 2023). Viele Albatrosarten sind bereits stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht, und der zusätzliche Druck durch die Fischerei verschärft ihre Lage erheblich. Dies stört nicht nur ihre Populationen, sondern hat weitreichende Auswirkungen auf die gesamte marine Nahrungskette.

Welche Auswirkungen hat die Albatros-Sterblichkeit auf "Food Deserts"?
Obwohl Albatrosse nicht direkt als Nahrungsquelle dienen, hat ihre Dezimierung durch Langleinenfischerei überraschende, aber tiefgreifende Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit in sogenannten "Food Deserts", insbesondere in küstennahen Entwicklungsländern. "Food Deserts" sind Gebiete, in denen der Zugang zu nahrhaften und erschwinglichen Lebensmitteln, einschließlich frischem Fisch, stark eingeschränkt ist (USDA, 2020).
Ein Rückgang von Albatros-Populationen kann ein Indikator für übermäßige Befischung und gestörte marine Ökosysteme sein. Die Langleinenfischerei konzentriert sich auf große Raubfische, die auch die Nahrungsbasis für Albatrosse bilden. Wenn diese Fischbestände durch Überfischung – oft durch industrielle Akteure, die in lokalen Gewässern operieren – stark dezimiert werden, leiden kleine, lokale Fischereigemeinschaften direkt darunter. Sie verlieren ihre traditionellen Fanggründe und damit eine essenzielle Proteinquelle, was die Situation in bestehenden "Food Deserts" weiter verschärft (FAO, 2022).
| Seevogelart | Geschätzter jährlicher Beifang (Langleine) | IUCN-Status | Wichtigste Fanggebiete |
|---|---|---|---|
| Wandering Albatross | 5.000 - 8.000 | Vulnerable | Südlicher Ozean |
| Black-browed Albatross | 8.000 - 12.000 | Endangered | Südlicher Atlantik |
| Yellow-nosed Albatross | 3.000 - 5.000 | Endangered | Atlantischer Ozean |
| Northern Giant Petrel | 1.000 - 2.000 | Least Concern | Subantarktische Inseln |
| Cory's Shearwater | 500 - 1.000 | Least Concern | Mittelmeer, Atlantik |
Welche Lösungsansätze gibt es zur Reduzierung der Albatros-Sterblichkeit?
Es gibt eine Reihe effektiver Strategien, um die Albatros-Sterblichkeit durch Langleinenfischerei zu minimieren. Die Anwendung dieser technischen und regulatorischen Maßnahmen ist entscheidend für den Erhalt der Populationen und die Gesundheit der marinen Ökosysteme.
Maßnahmen zur Reduzierung des Albatros-Beifangs
- 1
Einsatz von Haken mit höherem Gewicht
Schwerere Haken lassen die Köder schneller sinken, sodass Albatrosse weniger Zeit haben, die Köder an der Oberfläche zu erreichen (Agreement on the Conservation of Albatrosses and Petrels (ACAP), 2011).
- 2
Einsatz von Scheuchleinen
Helle, flatternde Bänder, die an Leinen hinter dem Schiff gezogen werden, schrecken Seevögel ab, sich den beköderten Haken zu nähern (BirdLife International, 2018).
- 3
Nachtzeit-Auslegeverfahren
Das Auslegen der Langleinen in der Nacht, wenn Albatrosse weniger aktiv sind und die Sicht schlecht ist, reduziert das Risiko des Beifangs erheblich (Western and Central Pacific Fisheries Commission, 2017).
- 4
Köderwahl und -handhabung
Verwendung weniger attraktiver Köder für Vögel und das Verbergen der Haken während des Auslegens verringert das Anlocken von Albatrossen.
- 5
Regulatorische Vorschriften und Überwachung
Internationale Abkommen und nationale Gesetze, die die Nutzung dieser Minderungsmaßnahmen vorschreiben und überwachen, sind essentiell für ihre Einhaltung und Wirksamkeit (ACAP, 2023).
Veränderung des Beifangs von Albatrossen durch Langleinenfischerei mit Minderungsmaßnahmen
“„Der Schutz der Albatrosse ist nicht nur eine Frage der Arterhaltung, sondern auch der globalen Ernährungssicherheit. Wenn wir die Albatros-Sterblichkeit ignorieren, ignorieren wir die Warnsignale für die Gesundheit unserer Ozeane und die Zukunft der Küstengemeinden.“”
Welche Rolle spielt nachhaltige Aquakultur für die Lebensmittelversorgung?
Nachhaltige Aquakultur bietet eine vielversprechende Alternative zur Reduzierung des Drucks auf Wildfischbestände und kann somit indirekt die Albatros-Sterblichkeit in der Langleinenfischerei mindern. Durch den Anbau von Fisch und Meeresfrüchten in kontrollierten Umgebungen kann die Aquakultur die Abhängigkeit von der Fangfischerei verringern (WWF, 2021). Dies ist besonders relevant für "Food Deserts", da es eine lokalere und potenziell stabilere Quelle für Protein bieten kann. Durch die Umstellung auf nachhaltige Aquakultursysteme, die strenge Umweltstandards einhalten und keinen Beifang von Meereslebewesen wie Albatrossen verursachen, können wir sowohl die Meere schützen als auch die globale Ernährungssicherheit verbessern.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist Beifang bei der Langleinenfischerei?+
Beifang bei der Langleinenfischerei bezieht sich auf die unbeabsichtigte Fang anderer Arten als der Zielfisch. Dies umfasst oft Seevögel wie Albatrosse, aber auch Meeresschildkröten, Haie und andere Meereslebewesen, die durch die Haken oder Leinen verletzt oder getötet werden.
Welche Albatrosarten sind am stärksten betroffen?+
Besonders betroffen sind Albatrosarten, die in den gleichen geografischen Gebieten wie die Langleinenfischerei vorkommen und oft in großen Kolonien jagen. Dazu gehören der Wanderalbatros, der Schwarzbrauenalbatros und der Gelbnasenalbatros, von denen viele bereits als gefährdet oder vom Aussterben bedroht eingestuft sind (BirdLife International, 2023).
Kann nachhaltige Fischerei die Albatros-Sterblichkeit vollständig beenden?+
Obwohl nachhaltige Fischereipraktiken die Albatros-Sterblichkeit erheblich reduzieren können, ist ihre vollständige Beendigung eine große Herausforderung. Es erfordert die weltweite Implementierung und konsequente Einhaltung effektiver Minderungsmaßnahmen sowie eine kontinuierliche Überwachung und Forschung. Es ist ein langfristiger Prozess.
Wie können Konsumenten zum Schutz der Albatrosse beitragen?+
Konsumenten können durch bewusste Kaufentscheidungen zum Schutz der Albatrosse beitragen. Dies beinhaltet den bevorzugten Kauf von Fisch und Meeresfrüchten, die als nachhaltig zertifiziert sind (z.B. mit dem MSC-Siegel), oder die Umstellung auf pflanzliche Alternativen, um den Druck auf marine Ökosysteme zu verringern und indirekt die Langleinenfischerei zu reduzieren.









